LIPOLYSE

Injektions-Lipolyse / Fett-weg-Spritze

 

 

 

 

Katja Armborst, Fachärztin für Allgemeinmedizin, ist  Mitglied im NETZWERK Lipolyse. Das NETZWERK Lipolyse ist ein weltweiter Zusammenschluss von Ärzten, die diese neue ästhetische Therapie entwickelt und standardisiert haben.

 

Was ist die Injektions-Lipolyse?

Die Injektions-Lipolyse – in der Öffentlichkeit auch als Fett-weg-Spritze bekannt – ist eine Therapieform, die durch Injektions-Behandlungen ein Abschmelzen des Fettes in verschiedenen Körperregionen bewirkt. Der Wirkstoff Phosphatidylcholin (Lipostabil) wurde 1959 entdeckt und ist eine aus der Sojabohne gewonnene, natürliche Substanz. Seitdem wird sie in der Medizin eingesetzt - beispielsweise als Leberschutzpräparat und zur Verhinderung von Fettembolien.

 

Für wen ist die Injektions-Lipolyse geeignet?

Vielleicht kennen auch Sie das Problem, dass sich bestimmte Fettpösterchen weder durch Diäten noch durch sportliche Aktivitäten abbauen lassen?

Genau dafür ist die Fett-weg-Spritze perfekt.

Sie eignet sich leider nicht als Mittel zur Gewichtsabnahme im größeren Umfang, sie ist aber in der Lage, Fettpölsterchen zu reduzieren - und zwar dauerhaft. Damit ist sie eine echte Alternative zum viel teureren und schmerzhaften operativen Eingriff.

Im Gegensatz zur operativen Beseitigung durch eine Liposuktion verändert sich der Körper nicht schnell, sondern in einem langsameren Prozess, der bis zu 3 Monaten dauern kann.

 

Wie funktioniert die Behandlung?

Die Injektion von Lipostabil erfolgt direkt in das störende Fettgewebe mit feinsten Kanülen. Hierdurch werden gezielt Fettzellen DAUERHAFT abgebaut und das Fett wird vom Körper auf natürlichem Weg über die Leber ausgeschieden, wobei sich der Körperumfang im behandelten Areal messbar reduziert.

Bei kleinen Regionen (z.B. Doppelkinn) ist meist eine Behandlung ausreichend. Bei größeren Regionen können aber auch bis zu 4 Behandlungen im Abstand von 6-8 Wochen notwendig sein, um die Therapie bis zum gewünschten Ergebnis erfolgreich abzuschliessen.

 

Für wen ist die Injektions-Lipolyse nicht geeignet?

Wie schon gesagt, ist sie leider keine Möglichkeit zur Gewichtsabnahme  - und eine Ganzkörper-Fett-weg-Spritze gibt es nicht.

Ungeeignet ist die Behandlung auch für Schwangere, stillende Mütter und Patienten/innen mit Autoimmunerkrankungen (z.B. Morbus Basedow, Neurodermitis, Psoriasis, rheumatoide Arthritis etc.).

Welche Regionen sind für eine Behandlung geeignet?

 

Gesicht:                           Doppelkinn, Hängebäckchen und Hals

                                          Wangen und Nasolabialfaltenhügel

 

Körper:                           Reiterhosen, Oberschenkel, unteres Gesäß, Love-Handles und Gynäkomastie bei Männern, Hüften, Ober- und Unterbauch, Fettansammlungen an den Schulter-Arm-Gelenken (Achselfalte), Oberarme, Fettpolster oberhalb des Knies, Rückenpartien

 

 

Welche Regionen sind schwerer oder gar nicht zu behandeln?

 

Gesicht:                             Tränensäcke (Filler oder PRP)

 

Körper:                              Knieinnenseiten, Fußgelenke

 

Wirkt die Therapie bei jedem Patienten gleich gut?

Der Mensch ist ein komplexes psycho-physisches System. Wie bei jeder anderen Behandlung auch kann die Wirkung der Therapie nicht exakt vorhergesagt werden. Ein Erfolg der Behandlung hängt sehr stark von der Konsistenz der behandelten Fettpolster ab. Ca 80 % der behandelten Patienten sind mit der Behandlung sehr zufrieden. Bei ganz wenigen Patienten (ca. 5 %) zeigt sich wenig bis keine Reaktion. Warum dies so ist, wird derzeit von den NETZWERK – Ärzten untersucht. Eine Behandlungsgarantie kann deshalb - wie bei jeder anderen Therapie auch - nicht gegeben werden.

 

Welche Nebenwirkungen erwarten mich?

 

Nach der Behandlung treten als Nebenwirkung bei fast allen Patienten vorübergehend Rötungen, Schwellungen und leichte Muskelverspannungen auf. Manchmal kommen auch leichte Blutergüsse hinzu. Wenige Tage nach der Lipolysetherpie sind diese Beschwerden allerdings wieder abgeklungen.

Gesundheitliche Risiken sind bei Dokumentationen vieler tausender Behandlungen nicht festgestellt worden. Hierzu verweisen wir auf das Informationsportal:
www.injektions-lipolyse.de